Wie ist ein Mikroskop aufgebaut

Grundkenntnisse über den Mikroskop Aufbau sind auch für Hobby-Forscher unverzichtbar. Die wichtigsten Bestandteile eines Lichtmikroskops, wie es im Handel üblicherweise erhältlich ist, werden im Folgenden kurz aufgezählt und beschrieben:


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Eine Frau schaut durch ein Mikroskop – Bild: © Syda Productions – Fotolia.com

              Inhaltsverzeichnis

    1. Mikroskop-Stativ
    2. Okular
    3. Tubus
    4. Revolerkopf
    5. Objektive
    6. Grobtrieb und Feintrieb
    7. Objekttisch
    8. Objektträger und Objekthalter
    9. Lichtquelle
    10. Kondensor
    11. Mikroskop-Fuß

Mikroskop-Stativ

Das Stativ ist eine ebenfalls wie der Mikroskop-Fuß aus Metall bestehende Säule, an der alle optischen und technischen Bestandteile des Mikroskops angebracht sind. Handelsüblich für Hobby-Mikroskopierer werden Lichtmikroskope mit allem Zubehör verkauft.

Es ist aber auch möglich, Mikroskop-Stative einzeln zu erwerben und die weiteren Komponenten dazu zu erwerben. So können einzelne Bestandteile des Mikroskops nach Wunsch und Aufgabe als variabler Mikroskop Aufbau ausgetauscht und an dem Stativ angebracht werden, beispielsweise wenn unterschiedliche Objektive verwendet werden sollen oder Ähnliches.

Okular

Das Okular ist im Mikroskop Aufbau der Teil, durch den der Betrachter in das Mikroskop hineinschaut. Es befindet sich vor dem Tubus und ist eine Linse, die wie eine Lupe wirkt. Das vom Objektiv bereits vergrößerte Bild des Präparates wird im Okular ein weiteres Mal vergrößert.

Diese Vergrößerung kann bei den meisten handelsüblichen Mikroskopen eine 10-fache, 15-fache oder 20-fache Vergrößerung aufweisen. Ebenso ist es bei vielen der unterschiedlichen Modelle möglich, Okulare auszutauschen.

Einige moderne Mikroskope, die mit digitaler Technik arbeiten, können anstelle eines Okulars auch über einen kleinen LCD-Monitor verfügen oder nutzen beides, sowohl Okular und Monitor.

Die Anzahl der Okulare bestimmt auch den Namen der jeweiligen Mikroskope, wie beispielsweise monokular und binokular, und ob mit einem Auge oder mit beiden Augen durch das Mikroskop geschaut werden kann.

Digitale Mikroskope verfügen in den häufigsten Stellen auch über eine USB-Schnittstelle zum Betrachten und Verarbeiten der Bilder von mikroskopierten Objekten im PC mit allen technischen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.

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Tubus

Ebenfalls im oberen Bereich des Mikroskops unterhalb des Okulars ist der Tubus angebracht. Dieses schräg gestellte Rohr erzeugt bei Betrachten der Präparate eine Verbesserung und Vergrößerung der Brennweite.

Die Schrägstellung des Tubus in einer Neigung zum Körper des Nutzers dient dazu, die Körperhaltung beim Betrachten in eine angenehme Position bringen zu können.

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Revolverkopf mit Objektiven – Bild: © BillionPhotos.com – Fotolia.com

Revolverkopf

Am Revolverkopf sind die verschiedenen Objektive des Mikroskops angebracht. Er befindet sich unterhalb des Tubus und ist in den häufigsten Fällen eine drehbare oder schwenkbare Platte.

Die Objektive sind mit unterschiedlichen Brennweiten und Vergrößerungsmöglichkeiten ausgestattet. So kann beim Betrachten der Präparate, mit nur einem Handgriff zwischen unterschiedlichen Vergrößerungsstufen gewählt werden.

Objektive

Je nach Mikroskop Aufbau ist das Mikroskop mit unterschiedlichen Objektiven ausgestattet. Bei vielen Modellen stehen drei Objektive zur Verfügung.

Für die Schärfe des Bildes bei Nutzung des jeweiligen Objektivs sorgen der Grob- und der Feintrieb.

Hierdurch wird der Abstand zwischen dem Objektiv und dem zu beobachtenden Präparat reguliert. Bei handelsüblichen Mikroskopen für Hobby-Nutzer sind Objektive mit Vergrößerungen von 4-fach, 10-fach, 20-fach bis 40-fach erhältlich. Mikroskope, die für berufliche oder wissenschaftliche Zwecke eingesetzt werden, können über Objektive mit einer vielfach höheren Vergrößerung verfügen.

Grobtrieb und Feintrieb

An der Seite des Stativs sind zwei Stellschrauben übereinander angebracht, der Grob- und der Feintrieb. Wie unter dem Punkt Objektive beim Mikroskop Aufbau schon beschrieben, sorgen der Grob- und der Feintrieb für die Einstellung des Abstandes zwischen Objektiv und Präparat. Mithilfe dieser beiden Räder kann das Bild des zu betrachtenden Objektes scharf gestellt werden.

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Objekttisch mit Objekthalter und Objektträger, Lichtquelle – Bild: © Alexandr Mitiuc – Fotolia.com

Objekttisch

Der Objekttisch dient zur Ablage der zu mikroskopierenden Präparate. Bei den häufigsten Modellen ist der Objekttisch am Stativ des Mikroskop nicht fest angebracht. So behält er im Mikroskop Aufbau die Fähigkeit, auch selbst höhenverstellbar zu sein.

An anderen Modellen ist der Objekttisch am Stativ fest angebracht. Bei diesen Modellen lassen sich die Bestandteile des optischen Systems, das Okular, der Tubus und die Objektive in der Höhe zum Präparat verändern und einstellen.

Der Objekttisch kann aus verschiedenen Materialien bestehen, wie beispielsweise aus Metall oder Kunststoff.

Objektträger und Objekthalter

Der Objektträger ist bei den meisten Mikroskopen ein kleiner dünner Streifen aus Glas. Möglich ist auch, dass Präparate, damit sie nicht verrutschen können oder bei Flüssigkeiten auseinander gepresst werden, zwischen zwei Glasträgern auf dem Objekttisch aufgebracht werden.

Die Objekthalter sind zwei Klemmen aus Metall, die den Objektträger rechts und links an den Seiten befestigen. So sind Objektträger und Objekte oder Präparate auf dem Objekttisch sicher befestigt.

Lichtquelle

Als Lichtquellen im Mikroskop Aufbau dienen Spiegel und kleine elektrische Lampen. Je nach Ausstattung kann bei handelsüblichen Mikroskopen beides vorhanden sein. Der Spiegel nutzt das Tageslicht zum Betrachten der Objekte oder Präparate.

Elektrische Lampen bieten ein gleichmäßiges Licht mit höherer Leuchtkraft. Je nach Zweck und Nutzen kann die eine oder andere Weise der Betrachtung der Objekte oder Präparate von Vorteil sein.

Kondensor

Mit dem Kondensor wird der Lichteinfall der Lichtquelle auf das zu betrachtende Objekt reguliert. Die Arbeitsweise des Kondensors ist mit einer kleinen Blende vergleichbar, die das Licht bündelt.

Gemeinsam mit der Scharfeinstellung des Grob- und Feintriebs und den Einstellungen des Kondensors wird ein scharfes und gut beleuchtetes Ergebnis des zu betrachtenden Objekts oder Präparates erreicht.

Mikroskop-Fuß

Der Mikroskop-Fuß ist die Standfläche, auf dem das Mikroskop aufgebaut ist. Er sorgt für ausreichende Stabilität und sollte so konstruiert sein, dass das Mikroskop einen sicheren Stand auf einer Unterlage hat, ohne leicht umzukippen.

Beim Arbeiten mit dem Mikroskop kann es einmal zu einer unbedachten Bewegung kommen. Leichte Bewegungen seitwärts gegen das Mikroskop sollte der Standfuß aushalten können, ohne dass das Mikroskop verrutscht oder kippt. Der Mikroskop-Fuß besteht aus diesem Grund aus einer im Verhältnis recht schweren Metallplatte, die bei einigen Modellen auch mit einem Plastikmantel versehen sein kann.


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